Gesetzlicher Mindestlohn für Bereitschaftszeiten

Der gesetzliche Mindestlohn ist für jede geleistete Arbeitsstunde zu zahlen. Zur vergütungspflichtigen Arbeit rechnen auch Bereitschaftszeiten, während derer sich der Arbeitnehmer an einem vom Arbeitgeber bestimmten Ort – innerhalb oder außerhalb des Betriebs – bereithalten muss, um bei Bedarf die Arbeit aufzunehmen. Der Kläger ist als Rettungsassistent im Rahmen einer Vier-Tage-Woche in Zwölfstundenschichten durchschnittlich 48.. weiter →

BGH präzisiert Anforderungen an die Fristsetzung zur Nacherfüllung im Kaufrecht

  Der Bundesgerichtshof hat sich in einer Entscheidung mit der Frage befasst, welche Anforderungen an die Fristsetzung zur Nacherfüllung gemäß § 323 Abs. 1 BGB und § 281 Abs. 1 Satz 1 BGB zu stellen sind. Der unter anderem für das Kaufrecht zuständige VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat in Bestätigung und Fortführung seiner bisherigen Rechtsprechung.. weiter →

Landgericht München: Rücknahme eines PKW wegen Abgas-Skandal

Das Landgericht München I hat auf eine Klage im Rahmen des VW-Abgas-Skandals zu Gunsten des Verbrauchers entschieden. Streitgegenständlich war ein Dieselmotor (EA 189), der aus dem VW-Konzern stammt und von der Manipulation bezüglich der Abgaswerte betroffen ist. Das Landgericht hat dazu entschieden, dass sowohl ein Rücktritt aufgrund einer Mangelhaftigkeit des Fahrzeugs gemäß § 323 BGB.. weiter →

Widerruf von Darlehensverträgen: Frist endet am 21.06.2016

Verbraucherdarlehensverträge enthalten in vielen Fällen eine falsche Widerrufsbelehrung. Deswegen bestand bislang in einigen Fällen die Möglichkeit, einen solchen Kreditvertrag auch viele Jahre nach Abschluss noch zu widerrufen. Dadurch entsteht ein gesetzliches Rückabwicklungsverhältnis und der Vertrag wird als von Anfang an nicht wirksam angesehen. Aufgrund der fehlerhaften Widerrufsbelehrung entstand ein sogenanntes “ewiges Widerrufsrecht”. Insbesondere unter Berücksichtigung.. weiter →

OLG Stuttgart gibt Klage einer Bausparerin gegen Kündigung ihres Bausparvertrages statt

Der u .a. für Bankrecht zuständige 9. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Stuttgart hat der Berufung einer Bausparerin stattgegeben, die sich gegen die Kündigung ihres Bausparvertrages wehrt. In erster Instanz hatte das Landgericht Stuttgart die Klage abgewiesen. Das Oberlandesgericht Stuttgart hat diese Entscheidung zu Gunsten der Klägerin abgeändert. Die Klägerin hatte 1978 einen Bausparvertrag mit einer Bausparsumme.. weiter →

Widerruf von Fernabsatzverträgen ohne Rücksicht auf die Beweggründe

Der Bundesgerichtshof hat sich mit der Frage befasst, unter welchen Voraussetzungen ein Verbraucher unter dem Gesichtspunkt rechtsmissbräuchlichen Verhaltens am Widerruf eines Fernabsatzvertrages gehindert ist. Der Kläger hatte bei der Beklagten über das Internet zwei Matratzen bestellt, die im Januar 2014 ausgeliefert und vom Kläger zunächst auch bezahlt worden waren. Unter Hinweis auf ein günstigeres Angebot.. weiter →

Gutschrift auf Kapitalkonto II einer Personengesellschaft bedeutet keine Gewährung von Gesellschaftsrechten

Bringt der Gesellschafter einer Personengesellschaft ein Wirtschaftsgut gegen Gutschrift eines Betrags ausschließlich auf dem sogenannten Kapitalkonto II in die Gesellschaft ein, ist dieser Vorgang nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 29. Juli 2015 IV R 15/14 als Einlage und nicht als entgeltliches Geschäft zu behandeln. Damit hat der BFH eine schon lange streitige Frage.. weiter →

Unwirksamkeit einer Klausel zur Nichtberücksichtigung von Sondertilgungsrechten

Der unter anderem für das Bankrecht zuständige XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die Unterlassungsklage eines Verbraucherschutzvereins entschieden, dass die Klausel in einem Darlehensvertrag zwischen einem Kreditinstitut und einem Verbraucher, wonach im Falle vorzeitiger Vollrückzahlung des Darlehens zukünftige Sondertilgunjgsrechte des Kunden bei der Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung unberücksichtigt bleiben, unwirksam ist. Der Kläger ist ein Verbraucherschutzverein,.. weiter →

Angemessenheit eines Nachtarbeitszuschlags – Dauerhafte Nachtarbeit

Bestehen keine tarifvertraglichen Ausgleichsregelungen, haben Nachtarbeitnehmer nach § 6 Abs. 5 ArbZG einen gesetzlichen Anspruch auf einen angemessenen Nachtarbeitszuschlag oder auf eine angemessene Anzahl bezahlter freier Tage. Regelmäßig ist dabei ein Zuschlag iHv. 25% auf den Bruttostundenlohn bzw. die entsprechende Anzahl freier Tage für die zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr geleisteten Nachtarbeitsstunden angemessen. Bei.. weiter →

Fiktive Abrechnung von Unfallschäden in der Fahrzeugkaskoversicherung

Der u.a. für das Versicherungsvertragsrecht zuständige IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass auch bei einer fiktiven Abrechnung von Unfallschäden in der Fahrzeugkaskoversicherung unter bestimmten Voraussetzungen die Aufwendungen, die bei Durchführung der Reparatur in einer markengebundenen Fachwerkstatt anfallen würden, ersatzfähig sind und der Versicherungsnehmer sich von seinem Versicherer nicht auf die niedrigeren Kosten einer “freien” Werkstatt.. weiter →